Donnerstag, 11. August 2011

TV-MOVIE OF THE DAY (Lulu & Jimi)

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Lulu & Jimi
Liebeskomödie/Drama  BRD/Frankreich 2008

Regie: Oskar Roehler

Darsteller:
Jennifer Decker: Lulu

Ray Fearon: Jimi
Katrin Saß: Gertrud
Rolf Zacher: Carlie/ Daddy Cool
Udo Kier: Schultz


Do 11.08.2011
*ARTE*
22.05Uhr - 23.35Uhr

http://www.luluundjimi.x-verleih.de/
http://programm.ard.de/Homepage?sendung=287246630777876

*Oskar Roehler feiert in „Lulu & Jimi“ das amerikanische Kino mit grellbunten Farben und chromglänzenden Cadillacs. Mit "Lulu & Jimi" will er schließlich nicht nur ein sehr amerikanisches Rock’n’Roll-Märchen, sondern ganz einfach die größte Liebesgeschichte der Welt erzählen – und macht seinen Film sehr deutlich zur Hommage an David Lynch und dessen ro­man­tisches Amok-Roadmovie "Wild at Heart" (1990). Ein "Thank you, David L." schickt er gleich leinwandfüllend im Vorspann vorweg, bevor aus Lynchs Sexbunny Lula eine Lulu (Jennifer Decker) und aus dem Schlangenleder­ja­cken-Elvis Sailor der schwarze Jimi (Ray Fearon) wird. Wie Lynchs durchgeknalltes Paar sind auch die beiden auf der Flucht vor der garstigen Übermutter (hier: Katrin Sass), die sie mit allen Mitteln auseinanderbringen will. Doch Lulu schert sich nicht um die entsetzten und rassistischen Provinzler, um den Familienchauffeur (Udo Kier), der sie zurückholen soll, und den Indus­triellensohn Ernst (Bastian Pas­tew­ka), der sie heiraten will. Sie ist bereit, mit Jimi rebellisch und unbekümmert alle Widerstände zu überwinden, die sich ihnen auf dem Weg in die Freiheit und zum Hamburger Überseehafen in den Weg stellen.
Roehler, hat die Handlung dabei vom schwitzigen Süden der USA nach Schweinfurt und in sein Geburtsjahr 1959 verpflanzt. Deshalb wurde ihm während der Arbeit an "Lulu & Jimi" auch immer wieder geraten, aus dem Schwarzen doch einen Türken oder Griechen und aus dem Cadillac einen VW oder Opel zu machen. Doch Roehler kümmerte das nicht. Nichts ist für ihn uninteressanter als eine detailgetreue Rekonstruktion, die mit größtmöglicher Authentizität zeigen will, wie es damals angeblich wirklich war.
Vielmehr schaut er durch seine sehr eigene Brille auf die trügerische Wirtschaftswunderidylle...  

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