Mittwoch, 6. Oktober 2010

TV-Doku*of the day (06-10-2010)


Schmutzige Schokolade
Doku/Reportage/Film von Miki Mistrati

MITTWOCH 06.10.2010
*ARD*
23.30Uhr - 0.15Uhr
(Wdh. Donnerstag, 07.10.2010, 05:30 Uhr &
Freitag, 08.10.2010, 21:02 Uhr auf EINS EXTRA)

http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,sof8d88upw9r8rjq~cm.asp
http://www.rapunzel.de/bio-schokolade-kakao-vollmilch-zartbitter.html
http://www.gepa.de/
http://www.vivani.de/
http://www.ritter-sport.de/#/de_DE/bio/

 
*Die meisten Menschen lieben Schokolade, und die Hälfte aller Schokolade weltweit essen Europäer. 1,5 Millionen Tonnen im Jahr – das sind 15 Milliarden Tafeln.
Jeder Deutsche isst im Durchschnitt etwa elf Kilo im Jahr. Jedoch ist Schokolade-Essen nicht so harmlos wie wir glauben – vor allem nicht für Kinder in Afrika.
Der investigative Journalist und Filmemacher Miki Mistrati ist mit seinem Kameramann (meist mit versteckter Kamera) nach Westafrika gereist, nach Mali und von dort weiter an die Elfenbeinküste, dem weltgrößten Produzenten von Kakao-Bohnen.
Er führte offen Interviews mit Menschen, die wissen müssten, was vorgeht, zum Beispiel mit dem größten Kakao-Exporteur der Elfenbein-Küste und mit einem Staatssekretär, zuständig für den Kampf gegen Kinderhandel. Beide bestanden darauf, dass es keinen Kinderhandel und keine Kinderarbeit auf den Kakao-Plantagen gäbe. Miki Mistrati beweist das Gegenteil. Er fand mit Hilfe Einheimischer geflohene Opfer, er ging auf die Plantagen, fand dort kleine Jungen bei der Arbeit, er traf einen Polizisten von Interpol, der soeben eine Razzia geleitet hatte, bei der 65 Kinder befreit wurden, die auf den Kakao-Plantagen als Sklaven arbeiten mussten.
Zurück in Europa wollte Miki Mistrati die Schokoladen-Industrie mit seinen Beweisen konfrontieren. Die Reaktion war ernüchternd. Keine der vielen Firmen, die er kontaktierte, war bereit seine Beweise anzusehen und dazu Stellung zu nehmen. Stattdessen erging lediglich eine Stellungnahme ihres Verbands-Sprechers. Seine Argumentation: Die Plantagen sind nicht in Besitz der Firmen, also sind diese nicht verantwortlich für Vorgänge auf den Plantagen.

*So traurig es ist scheint der Konsument nur mit Produkten aus Fairem Handel wie z.b Rapunzel/Gepa/Viviana auf der Seite des guten Gewissens.
Wenigstens bemüht sich die Firma Ritter um ökologische Anbaugebiete und soziale Aspekte wie z b. in Nicaragua (siehe link oben) ; ganz im Gegensatz zu den Konzernriesen von Nestle´ oder Kraft (Milka...)
Und nicht zu vergessen der Massentierhandel für die in der Schokolade verarbeiteten Milch-Inhaltstoffe...

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