Samstag, 6. August 2011

*Hanfparade 2011* 40 Jahre sind genug - BtMG ade!*

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Hanfparade 2011 - Der Film *Exzessiv N°185*
http://www.hanfparade.de/
www.hanfverband.de
http://www.schildower-kreis.de/

http://selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/
http://www.cannabis-clubs.de/ 
http://www.drogenfachgeschaeft.de/
http://www.gruene-hilfe.de/
http://www.cannabisnews.com/




Hanfparade 2011 Steffen Geyer - Interview


*Die Polizei bzw. insbesondere die Berliner Versammlungsbehörde hat die Parade teilweise kaputtgemacht.
Alle Aufbauten auf der Abschlusskundgebung außer der Hauptbühne wurden verboten.
Obwohl alle Arbeiten ehrenamtlich getätigt wurden und die Künstler umsonst auftraten, wurden das Forum für Hanfmedizin, das Nutzhanfareal, das Kinderland und der Hanfmarkt der Möglichkeiten untersagt, weil diese angeblich allenfalls punktuell politischen Charakter hätten und überwiegend kommerzielle Interessen verfolge. Außerdem durften die Paradewagen nicht an der Abschlusskundgebung teilnehmen...


*Die Hanfparade ist Deutschlands größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Sie findet seit 1997 jährlich in Berlin statt. In den teilnehmerstarken frühen Jahren konnte die Hanfparade bis zu 80.000 Menschen (1998) mobilisieren. Das Hanfsamenverbot (1.2.1998) und das für viele Aktive enttäuschende, drogenpolitische „Weiter so“ der ersten Rot-Grünen Bundesregierung ließen das Interesse an der Cannabislegalisierung und damit an der Hanfparade in den Folgejahren jedoch zurückgehen. Den traurigen Höhepunkt dieser Entwicklung stellt die Insolvenz des damals veranstaltenden Bündnis Hanfparade e.V. im Jahr 2006 dar. In der Folgezeit fand sich ein neues Organisationsteam, dass sich im Jahr 2010 mit dem JaKiS e.V. einen juristischen Rahmen gab. Mit der Hanfparade 2011 will der JaKiS e.V. an „alte bessere Zeiten“ anknüpfen.
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*Das BtMG kriminalisiert Millionen Bürger, weil sie andere Substanzen bevorzugen als die Mehrheit. (Drogen)Kriminalität wird durch Verbote nicht bekämpft, (Drogen)Elend nicht vermindert sondern erzeugt und verschärft. Seit der Einführung des Verbotes
psychoaktiver Substanzen – wo auch immer auf der Welt – ist der Konsum dieser Substanzen in keinem Fall vermindert worden, sondern hat vielfach zugenommen. Milliarden Euro Steuergelder werden weltweit für den „Krieg gegen Drogen“ verschwendet,
obwohl den Regierenden klar ist, dass er nicht funktioniert, hilfesuchende Konsumenten alleine lässt und darüber hinaus Jahr für Jahr zehntausende Unbeteiligte das Leben kostet. Für einen Bruchteil dieses Geldes könnte eine akzeptierende, auf Prävention statt Repression basierende Drogenpolitik einen kontrollierten Markt für die Vergabe geprüfter Substanzen schaffen, dadurch die Gesundheit der Konsumenten fördern, und der organisierten Drogen-Kriminalität den Boden
entziehen.
Die Hanfparade setzt sich dafür ein, die staatliche Jagd auf Cannabisnutzer zu beenden. 40 Jahre sind genug – BtMG ade!

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*Seit mehr als 10.000 Jahren nutzen Menschen Cannabis. Als Nahrungsmittel, als Rohstoff, als Medizin und als Droge. Ausgehenden von den USA, ab den späten 30er Jahren wurde Marihuana (=getrocknete anfblüten) als gefährliche Droge
klassifiziert und kriminalisiert. Dies bewirkte den Niedergang des kommerziellen Hanfanbaues. Hanf ist eine sehr schnell wachsende einjährige Pflanze. Kaum eine andere Pflanze besitzt ein größeres Wachstumspotential als Cannabis. Man pflanze im Frühjahr einen Samen und hat im Herbst einen bis zu 4m hohen Baum. Hanf ist auch sehr robust und sehr Schädlings resistent.
Alle Bestandteile die Blätter, die Fasern, die Blüten und Samen kann man sinnvoll verwerten. Aus den Blättern und Samen und werden Nahrungsmittel erzeugt. Hanfmehl und das hochwertige Hanföl. Die Fasern werden im Hausbau oder industriell verarbeitet. 
Aus den Blüten wird das Cannabinoid THC gewonnen, das wegen seiner psychoaktiven Wirkung auf der Liste der UN Suchtgiftkonvention steht. Die vollständige Legalisierung der
Nutzpflanze Hanf wäre ein Meilenstein auf dem Weg zur ökologisch-nachhaltigen Wirtschaft.

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*Das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) hat seit seiner Einführung im Dezember 1971 millionenfaches Leid verursacht. Allein im Jahr 2009 gab es in Deutschland mehr als 134.000 Verfahren gegen Cannabisnutzer. In knapp 80 Prozent der Fälle ging es dabei nur um Konsumentendelikte. Mehr als 18.000 Menschen sind derzeit wegen des risikoarmen Genussmittels Cannabis im Gefängnis. Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben!


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*Das Selbsthilfenetzwerk Cannabis-Medizin e.V. plant parallel eine
Protestaktion gegen die Ausnahmegenehmigungspolitik des BMG bzw. des untergeordneten Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

*Cannabis als Medizin bietet eine vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten bei Krankheiten wie z.b Multiple Sklerose, Glaukom (Grüner Star), Epilepsie, Appetitlosigkeit&Abmagerung, Rheumatischen Erkrankungen, Neurodermitis,  Chronische Schmerzzustände, Schlaflosigkeit, Entzugserscheinungen, Asthma, Depressionen, Neurodermitis, Übelkeit & Erbrechen, Menstruationskrämpfe...

Das SCM stellt anlässlich der Hanfparade klare Forderungen an die Regierenden:

1. Genehmigungen auf Eigenanbau von wirkstoffhaltigem Hanf für Patienten.
2. Rücknahme des BMG – Einspruches im Falle des an MS erkrankten Michael Fischer.
3. Erleichterungen beim Antragsverfahren nach § 3 Abs. 2 BtMG beim BfArM
4. Kostenerstattung für pflanzliches Cannabis, Dronabinol und sonstige Extrakte.
5.  Erweiterung des bisherigen Indikationsspektrums auf alle vom ACM erfassten Krankheiten, bei denen Cannabis Linderung verspricht.
6. Schaffung dezentraler ärztlicher Anlaufstellen für Patienten, die Cannabisprodukte nutzen, aber ebenso an der Voreingenommenheit unaufgeklärter Mediziner scheitern wie an den strikten Hürden des Genehmigungsverfahrens.
7. der Voreingenommenheit unaufgeklärter Mediziner scheitern wie an den strikten Hürden des Genehmigungsverfahrens.
8. Bewilligung von Forschungsgeldern zur weiteren Komplettierung der bislang vorliegenden Studienlage zu Medizinalhanf.
9. Erfahrungsabgleich und -austausch der Bundesopiumstelle mit US-amerikanischen, israelischen und kanadischen Cannabis-Medizin-Organisationen.
10. Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Straffreiheit von Cannabis nutzenden Patienten, wenn diese auf ärztliche Empfehlung handelnd Hanf gebrauchen, erwerben oder anbauen und noch nicht Erlaubnis-Inhaber sind. Monopol-unabhängige Cannabis-Importe und/oder Schaffung eines staatlich geduldeten Hanfanbau-Zentrums zur billigeren Versorgung von Kranken, die Hanf nicht selbst anbauen wollen oder können.

*Vor dem Bundesministerium für Gesundheit sollen gegen 15:00 Uhr einige der raren Ausnahme-Erlaubnis-Inhaber beim Einlegen einer therapeutischen Pauseninhalation – wenn alles klappt – einige Ballons mit Protest-Transparent steigen -, aber (aus Umweltgründen) nicht fliegen lassen. Es reicht schon, wenn die Bundesdrogenbeauftragte Dyckmans ebenso wie die bislang eher untätigen Gesundheitsminister Rösler und Bahr in puncto Cannabis-Medizin eine mediale Kuh nach der anderen fliegen lassen.



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*Programm der Hanfparade 2011*
13:00 Auftaktrede des Versammlungsleiters Steffen Geyer
13:05 Theo Pütz; Vorsitzender des Vereins für Drogenpolitik e.V. "Führerschein, Verwaltung
und Unrecht"
13:15 Grüne Jugend
13:25 JuLis
13:35 JuSos*
13:45 solid'
13:55 Beni Richter; Bergpartei, die "ÜberPartei"
14:00 Abmarsch der Demo

Im Anschluss beginnt der traditionelle Umzug durch die Berliner Innenstadt. Er wird von ca. 18-20 Paradewagen begleitet. Die Veranstalter erwarten dazu circa 5.000 Teilnehmer. Im Verlauf des
Marsches finden mehrere Zwischenkundgebungen vor historischen und politischen Gebäuden statt. Zunächst folgt der Umzug der Karl-Liebknecht-Straße und biegt dann in die Spandauer Straße ein.
Vor dem Hackeschen Markt wird die erste Zwischenkundgebung stattfinden. Zwischenkundgebung Hackescher Markt

14:30 Emanuel Kotzian; Veranstalter des Hanftags, Vorstand der European Legalization Front
(E.L.F.)
14:35 Jo Biermanski; Grüne Hilfe e.V., "Ich habe gekifft"-Kampagne, "Sicherungsverwahrung gegen Hanfhändler"
14:45 René Gorig; CANNAGEN - Zentralverband für THC-Cannabisshops
14:40 Abmarsch der Demo

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Danach zieht die Demonstration über die Oranienburger Straße und die Friedrichstraße zum Bundesministerium für Gesundheit. Dort ist eine weitere Zwischenkundgebung mit einem Schwerpunkt auf gesundheitliche Aspekte der Drogenpolitik, Safer Use, Harm Reduction etc. geplant.
Zwischenkundgebung Bundesministerium für Gesundheit

15:00 Tibor Harrach; Pharmazeut, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Drogen bei
Bündnis 90/ Die Grünen in Berlin
15:08 Hans Cousto; Schweizer Musikwissenschaftler und Drogenforscher, DroGenKult.net
15:15 Abmarsch der Demo

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Im Anschluss folgt die Demonstration der Friedrichstraße und der Strasse „Unter den Linden“ bis zur Ecke Schadowstrasse. Dort findet gegenüber der Botschaft der Russischen Föderation die letzte
Zwischenkundgebung mit einem Schwerpunkt auf internationale Drogenpolitik statt.


Über die Schadowstraße, Dorotheenstraße und Ebertstraße führt die Hanfparade 2011 die Teilnehmer dann am Reichstag vorbei in die Scheidemannstraße. Dort wird von 16:00 Uhr bis 22:00 die große Abschlusskundgebung stattfinden. Die Veranstalter rechnen für diesen Zeitraum mit circa 10.000 weiteren Teilnehmern.


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*Die Hanfparade will helfen, Vorurteile gegen Cannabismedizin abzubauen und bietet deshalb ein Forum, das Jedermann die Möglichkeit gibt, mit Patienten, Ärzten und Pharmaunternehmen über Medizinalhanf zu diskutieren. Sie will außerdem den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Patienten untereinander fördern. Das "Forum für Hanfmedizin" ist zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zum Thema. Hier werden Vorträge und Diskussionsrunden über die in Deutschland
erhältlichen Cannabismedikamente und die aktuelle Forschung informieren.

*Podiumsprogramm im Forum für Hanfmedizin*
16:30 Dr. Franjo Grothenhermen - Warum Cannabis und THC so viele unterschiedliche
Wirkungen auf Körper und Geist ausüben
17:30 Lars Scheimann - Erfahrungsberichte von Patienten mit Hanf als Medizin
18:30 Dr. Peter Rausch - Wasserlösliches Cannabis: Neuentwicklung verstärkt THC-Wirkung
um ein Vielfaches
19:30 Dr. Kurt Blaas - Cannabis als Medizin aus ärztlicher Sicht
20:30 Axel Junker - Erfahrungsberichte von Patienten mit Hanf als Medizin
21:30 Kleine Schlussrunde und Ende der Podiumsveranstaltung
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*Programm der Hauptbühne der Hanfparade 2011*
16:00 Steffen Geyer; Hanfaktivist, Versammlungsleiter der Hanfparade
16:07 Rolf "Rollo" Ebbinghaus; Hanf Museum Berlin, H.A.N.F. e.V.
16:15 Ras Perez & The Reggae Ambassadubs (Roots Reggea)
17:15 Georg Wurth; Deutscher Hanf Verband
17:22 Julia Seeliger; Journalistin (taz)
17:29 Carlos David Gracía Mancilla; mexikanischer Philosophiestudent "Der Drogenkrieg in
meiner Heimat Mexiko"
17:35 Conexión Musical (HipHop)
18:35 Frederick Polak; niederländischer Psychiater, Vorstandsvorsitzender der European
Coalition for Just and Effective Drug Policies (ENCOD)
18:45 Mathias Bröckers*; Autor u.A. "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf" und
"Die Drogenlüge"
18:55 Enrico Fletzer; italienischer Journalist und Drogenpolitikaktivist
19:05 Samsara Blues Experiment (Stoner Rock)
20:05 Barbara Seid; drogenpolitische Sprecherin Die Linke Berlin, Mitglied der BVV
Friedrichshain-Kreuzberg
20:15 Bene Lux, MdA Bündnis 90/ Die Grünen
20:25 Heide Hagen, drogenpolitische Sprecherin der Berliner Piratenpartei
20:30 Götz Widmann (Liedermacher)
21:10 Hans Cousto; schweizer Musikwissenschaftler und Drogenforscher, DroGenKult.net
21:17 Lars Scheimann aka Dr. Hanf; Cannabispatient
21:25 Götz Widmann (Liedermacher)
22:00 Abschlussansprache Versammlungsleiter
22:05 Ende

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